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FU International Academy Teneriffa - Spanisch Sprachschule: Sprachkurse und Hotelpraktikum auf Teneriffa  
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» 09.05.2008 21:17

Teneriffa Tagebuch

08.10.2007

Denise, eine Sprachschülerin von uns, hat freundlicherweise ihren Tagebuchtext der ersten Woche bei uns hinterlassen, den wir an dieser Stelle natürlich gern veröffentlichen.
So oder ähnlich könnte auch deine erste Woche bei uns in der FU International Academy verlaufen. Viel Spass beim Lesen.

Sonntagabend – Ankunft auf Teneriffa

Nach viereinhalb Stunden Flug bin ich endlich auf Teneriffa gelandet. Es geht ein bisschen Wind, das ist perfekt nach dem Schwitzen am Gepäckschalter. Auf den grünen Linienbus muss ich nicht lange warten: die TITSA, Teneriffas öffentliche Busgesellschaft, bringt mich in weniger als einer halben Stunde nach Puerto de la Cruz.

Am Busbahnhof, der estación de guaguas, wartet Rosemary auf mich. Sie ist die Schulleiterin der FU International Academy, und bringt mich zu meinem Quartier. Ich wohne in der Sprachschul-WG in der Calle la Hoya. Nicht schlecht, das Teil, ein kanarisches Haus mit großen Holzbalkonen mitten in der Stadt.

Innen gibt es zwei Einzelzimmer und ein großes Doppelzimmer mit eigenem Bad, Küche und „Salon“, wie man hier zum Wohnzimmer sagt. Alles schick eingerichtet, mit gemütlichem Sofa, großen Sesseln und spanischem TV. Am großen Esstisch finden vier Personen Platz. Vom Holzbalkon aus hat man einen tollen Blick auf die Fußgängerzone direkt unter uns.

In der WG treffen wir Nadja und Till aus Deutschland. Die beiden sind schon eine Weile in Puerto, Nadja macht einen Sprachkurs, und Till ein dreimonatiges Praktikum. Sie haben gekocht, und fragen, ob ich was mitessen will. Klar, Appetit habe ich eigentlich immer.

Die beiden sind echt nett. Wir reden über die Insel, und das Nachtleben von Puerto. Ich will natürlich wissen, was man hier alles so anstellen kann. Vielleicht sogar surfen? Immerhin sind wir ja direkt am Meer. Als „Neue“ muss ich natürlich von mir erzählen, was ich so mache, wie es mich nach Teneriffa verschlagen hat und so weiter. Wir trinken noch ein „Feierabendbier“. Kurz darauf falle ich in mein Bett und schlafe sofort ein.

Montag – mein erster Unterricht
Mein erster Schultag – wie das klingt! Meine Einschulung liegt nun schon „ein paar“ Jahre zurück, aber ein bisschen nervös bin ich trotzdem. Was mich wohl erwartet? Nadja kenne ich ja schon. Die anderen Sprachschüler, die in der WG gegenüber wohnen, lerne ich morgens vor dem Haus kennen. Unser tapferer Trupp setzt sich kurz nach halb neun in Bewegung. Wir steigen den „Ziegenpfad“, den camino de las cabras, hoch, und kommen nach 20 Minuten Fußmarsch in der Sprachschule an.

Ich hab Intensiv 30 gebucht, für Anfänger mit Vorkenntnissen. Mal sehen, was mein Schulspanisch noch taugt. Ist schon ein Weilchen her, dass ich es gelernt hab. Como estas und so. Bei der Begrüßung im Kurs komme ich damit noch ganz gut durch. Puh, aber das Tempo im Unterricht ist flott, mein lieber Scholli! Judith, unsere Lehrerin erzählt von sich, wo sie herkommt, wie sie auf Teneriffa lebt. Judiths Eltern kommen aus La Palma, sie haben noch immer ein Haus dort, und in den Ferien fährt sie oft dorthin. Judith spricht kein Wort deutsch, also wird nicht sauf Deutsch erklärt. Ich muss mächtig die Ohren aufsperren. Ist doch gut, denke ich nach dem ersten Schock, dann müssen wir eben richtig aufpassen, um die neuen Vokabeln zu verstehen und die Grammatik…

In der Pause um elf treffen sich alle Klassen zum Willkommen-Frühstück auf der Terrasse. Super! Die Terrasse ist groß, nein, besser: riesig! Tische und Stühle sind genügend da, und Sonnenschirme – in der Mittagssonne kann es hier schon mal richtig heiß werden.

Ein Brunch-Büffet ist aufgebaut: Oliven, kanarischer Ziegenkäse, Kaffee, Kuchen und Saft. Lecker! Alle Sprachschüler sind jetzt draußen, Leute aus ganz Europa – Deutsche, Norweger, Russen, Franzosen. Als hätte jemand den Stöpsel gezogen, reden wir munter drauflos, machen auch schon Partypläne – aber auf spanisch, por favor! Da wird aufgepasst. Sobald jemand ins Deutsche rutscht, sagt eine der Lehrerinnen sofort „habla español“. Mal sehen, wie lange ich das schaffe.

Nachmittags treffen wir uns am Strand. Playa Jardin, der „Gartenstrand“, wurde von dem berühmten kanarischen Architekten Cesar Manrique angelegt. Mit Palmen, Sonnenliegen und Terrassencafé. Am hinteren Ende des langen Strandes gibt es zwar weniger Liegeplätze, dafür aber einen Volleyballplatz. Wir verabreden uns für den nächsten Tag zum Turnier.

Dienstag – Volleyball

Spanisch läuft gut. Judith machen erst einmal kleine Übungen und Ratespiele gegen die Angst etwas zu sagen. Wer kennt das nicht: Man will sprechen, doch es ist in einer fremden Sprache, und plötzlich fallen einem die einfachsten Worte nicht mehr ein, und man fühlt sich wie ein Idiot. Doch Judith lobt uns, und da freut sich wohl jeder von uns sechs Kursteilnehmern! Nachdem sie uns die Hausaufgaben gegeben hat, macht sie pünktlich um halb eins Schluss.

Der Tag ist noch jung: Mit ein paar Leuten aus der Nachbar-WG haben wir (Till, Nadja und ich) uns zum Volleyball verabredet. Am letzten Strand von Puerto, kurz vor Punta Brava scheint die Sonne, das Meer braust vor sich hin, und wir hauen die Bälle übers Netz wie junge Götter. Vier gemischte Mannschaften kommen zusammen, und wir spielen zweimal zwei im Wechsel. Unser Team wird zweiter. Nachdem die Sieger kräftig gekürt und die Limoflaschen geleert sind, springen wir in die Wellen.

Mittwoch – Kino
Manchmal ist neun Uhr wirklich früh. Heute ist Heimatkunde dran: Judith bittet uns, die Orte zu beschreiben, in denen wir leben. Wo soll ich bei Berlin bloß anfangen? Ich entscheide mich für den Zoo und Eisbär Knut, den kennt jeder.
Janine kommt aus Dresden und redet über den Zwinger, die große Gemäldegalerie. Später lädt sie uns in ihr Apartment ein. Das gehört zu einer superschicken Anlage am Taoro-Park, mit großem Pool und Garten. Wir spielen Tischtennis und feiern eine kleine Poolparty.

Später wollen die anderen ins Kino, ich geh aber erst einmal nach Hause. Till will mich mit dem besten „Döner der Insel“ locken, den soll es beim Imbiss am Kino Chimisay geben. No gracias, muchacho – heute abend bin ich Sofakartoffel und gucke mir im TV „Grey’s Anatomy“ an. Die Ärzteserie, spanisch synchronisiert. Ich versuche zu verstehen. Das sind meine Hausaufgaben - kein Witz!

Donnerstag – Salsa
Donnerstag ist Grammatik dran. Futur eins und zwei, Partizip und Konjunktiv. Wir kämpfen uns durch die Zeit und Form, nicht gerade heldenhaft, aber anständig. Judith ist am Ende zufrieden mit uns. Und das heißt schon mal was.

Donnerstag ist Salsa-Tag. Für Sprachschüler der FU International Academy ist der Kurs kostenlos. Für Tanzmuffel wie mich ein Muss. Weil Nadja und Till sagen, wenn ich nicht wenigstens einmal hingehe, bin ich ein elender Feigling. Das lass ich natürlich nicht auf mir sitzen. Um 19 Uhr treffen wir im Hotel Orotava Palace ein. Tatsächlich sind Sprachschüler da und auch ein paar Einheimische kommen, zusammen sind wir fünfzehn Leute, und los geht’s.

Wir stellen uns an den Seiten auf und der Lehrer macht die ersten Schritte. Das geht echt schnell! Kaum hab ich es gesehen, muss ich auch schon nachtanzen – ab durch die Mitte! Für mich blutigen Anfänger ist das nicht mehr als ein Herumstolpern. Acht Personen tanzen in der Mitte des Raumes, weil nur vier Jungs da sind. Wer gerade nicht tanzt, übt die neuen Schritte am Rand. Damit habe ich allemal genug zu tun.

Wir müssen wohl so gut, oder so bekloppt aussehen, dass fremde Leute von der Straße herein kommen, man kann uns durch die große Scheibe von draußen sehen. Ist mir jetzt auch egal, ich bin so mit den neuen Tanzschritten beschäftigt. Der Lehrer ist so verdammt schnell, er kann das natürlich perfekt, so mit vollem Körpereinsatz, Hüftschwung inklusive. Ein richtiger Tänzer eben, kein Amateur.

Freitag – Surf Beach
Rosemary hat einen Lehrer von der Surfschule in Puerto organisiert, und wir lernen surfen! Na ja, wir lernen, wie man als Anfänger erst einmal auf´s Board kommt, und sich – im glücklichsten Fall – auch drauf hält. Wir sind zu fünft, und zwei Stunden im Wasser. Pablo zeigt uns, wie man sich auf das Board setzt. Es sei wichtig, ein Gefühl zu kriegen für das Board, sagt er. Dann paddeln wir langsam in Richtung Welle. Klar kippen wir um, gehört halt zum „Anfängerglück“. Wer abschmiert, versucht es halt noch einmal.

Ich bin echt begeistert, und werde so oft wie möglich mitgehen. Vielleicht nehme ich auch private Nachhilfestunden.

Abends treffen sich Schüler, Praktikanten und Freunde der Sprachschule im Elements. Da gestern allein fünfzehn Leute beim Salsakurs waren, erwarte ich heute eine noch größere Truppe, weshalb wir uns früh die besten Plätze in der kleinen Cocktailbar sichern sollten. Spätestens ab 22.00 Uhr!
Ok, schon spät genug, um warten zu müssen. Das Warten am Tresen wird uns mit einem gratis Chupito, einem kurzen kleinen Schnaps vertröstet. Als Plätze frei werden, lassen wir uns in die tiefen Sessel fallen. Toll ist der Blick nach oben – die Lampeninstallation sieht so aus, als würde der Teide gerade explodieren, und glühenden Strom über die Zimmerdecke gießen. Auf den Schreck erstmal eine Shisha rauchen. Shishas sind arabische Wasserpfeifen mit verschiedenen Tabakaromen. Unsere Favoriten sind Schokolade und Cappuccino. Wir lassen das Gerät kreisen, und hören Chill-out-Sounds. Schöner Einstieg ins Wochenende.

Samstagnacht + Sonntag – Strandparty Bollullo

Samstagnachmittag liege ich auf dem Sofa, und ruhe mich aus. Ich bereite mich seelisch-moralisch auf das nächtliche Strand-Barbecue vor. Nach dem Ausräumen einiger Missverständnisse und Verwechslungen schaffen wir es letztendlich alle, uns am Playa Bollullo zu versammeln. Es ist ein schöner, wilder Naturstrand, mit einer breiten Bucht, in der man super sonnenbaden kann. Wir haben heute Nacht jedoch Anderes im Sinn: Ausgerüstet mit Grill, Kohle und Fleisch machen wir ein ordentliches Picknick und schlagen uns die Bäuche voll.

Um der Verdauung auf den Sprung zu helfen, gießen wir ordentlich Tequila nach. Begleitet von den Möwen und dem dezenten Rauschen des Meeres komponieren wir einen Song auf der Gitarre und den selbst gebastelten Trommeln. Der Refrain “Mofetas, Mofetas - peligrosos, peligrosos” geht sofort ins Blut geht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er auch in den Deutschen Radiostationen hoch und runter gespielt wird. Irgendwann fallen wir ins Schlafkoma.

Am nächsten Morgen verfüttern wir die vom Grillabend übrig gebliebenen Fleischberge an die Strandkatze; den Rest braten wir in der Pfanne zum Sonntagsfrühstück. Derart gestärkt schmettern wir anschließend die Volleybälle über den Strand. Nur vom bloßen Anblick unserer sportgestählten Körper wird den meisten Badegästen schon schwindelig. Zur Abkühlung dann ein Sprung – oder eher ein Hopser – ins Meer. Auge in Auge mit der Welle.

Die Masca-Schlucht

Früh raus heute morgen, und das am Sonntag! Die FU Sprachschule hat eine der beliebtesten Wandertouren organisiert. Vom Bergdorf Masca durch die Mascaschlucht bis runter zum Strand und anschlieβender Bootsfahrt an den Steilfelsen entlang nach Los Gigantes. Als wir in Masca ankommen, bietet sich uns ein phänomenaler Anblick: Palmen, üppige Vegetation, umgeben von meterhohen bizarren Felsen. Wow, so muss das Paradies aussehen! Vor der Wanderung muss aber noch eine kleine Stärkung sein: Wir kosten die selbst gemachte Marmelade, die es in dem kleinen Laden gibt. Sehr exotisch der Mix, Bananen- Kokos-Ananas- und sehr lecker! Danach wird noch mal die Ausrüstung gecheckt - Wasser, Kamera, Badesachen, und los geht’s, ins Abenteuer „Masca-Schlucht“. Festes Schuhwerk? – ein Muss! Es geht über Stock und Stein, doch so steil ist es nicht. Nach zwei Stunden haben wir den Abstieg geschafft – und erreichen den Traumstrand. Der ist so schön, dass wir bald alles andere vergessen - die Anstrengung der Wanderung, die Hitze, das frühe Aufstehen.

Abgeschottet von Felsenhängen baden wir im Atlantik. Für den Rückweg ist ein Boot gebucht. Wir werden nach zwei Stunden Strandrelaxen abgeholt und fahren mit Delfinbegleitung in den Ort Los Gigantes, wo uns nach einem Cafe Cortado am Hafen der Bus abholt und zurück nach Puerto de Cruz bringt. Die versprochenen Wale haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen, aber auch so war der Tag ein absolutes Highlight.

Fazit:
Nachdem die erste Woche vergangen ist, kann ich sagen: Super! Gutes Sprachtraining, viel neues Wissen, ungewohnte Eindrücke und tolle Unternehmungen. Die Schule sorgt dafür, dass uns Sprachschülern nicht langweilig wird. Der Unterricht ist straff, die Hausaufgaben knackig, und nachmittags gibt es Freizeitangebote, die meisten kostenlos. Wer Lust hat, geht hin. Und mein Spanisch? Hat sich schnell verbessert! Ich traue mich, zu sprechen, und meine Sätze sind einigermaßen klar. Bei Futur zwei habe ich noch Bedarf, aber immer eins nach dem anderen. Da wir hier jeden Tag intensiv üben, im Unterricht und auch danach, sehe ich ein rosiges Licht am Horizont. Ich fühle mich jetzt echt wohl hier, und würde am liebsten die Zeit anhalten.